Erkrankungen im Bereich der Maulhöhle

------------------------------------ ------ --- - ---
--------------------------------------------- -


Zunge, Zähne, Zahnfleisch und Maulhöhle müssen sorgfältig und regelmäßig kontrolliert werden, damit Erkrankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.


------------------------------------

----------------

Zahnstein zeigt sich als steinharte, graubraune Ablagerung an der Zahnbasis.

Er entsteht aus Futterresten, Bakterien und Speichelsalzen, die sich am Zahngrund festsetzen.

--------------------------------------------
Entzündungen des Zahn-fleisches, des Zahnfaches und die Lockerung der Zähne können als Folgeerscheinung auftreten.

Erscheinungen:

>Schwacher Biß,
>Schmerz-Äußerungen bim Beißen,
>übler Geruch aus der Maulhöhle,
> Futterverweigerung.

Behandlung:

Durch den Tierarzt.


Das Gebiss

Hunde gehören zu den Raubtieren, auch Fleischfresser oder Karnivoren (Carnivora) genannt,
und haben – zumindest in der ursprünglichen Anlage – ein entsprechendes Gebiss,
das zum Ergreifen, Festhalten und Abwürgen von Beutetieren ebenso geeignet ist wie zum Abreißen und Abschneiden von Fleischteilen.

Für diese Tätigkeiten benutzt der Hund die Schneide-, Fang-, oder Reiß- sowie die vorderen Backenzähne.

Mit den hinteren Backenzähnen kann er Knochen zermalmen. Insgesamt hat ein erwachsener Hund 42 Zähne (20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer), das Milchgebiss der Welpen weist nur 28 Zähne auf.

Die Zähne werden mit folgenden Begriffen bezeichnet:

Incisivus (Schneidezahn),
Caninus (Eckzahn),
Prämolaren (vordere Backenzähne),
Molaren (hintere Backenzähne).
Der Reisszahn ist der mächtigste Backenzahn.
Im Oberkiefer ist es der vierte Prämolar (P4),
im Unterkiefer der erste Molar (M1).


Das Milchgebiss:

Bei der Geburt des Hundes sind noch keine Zähne vorhanden, nach ca. 4 Wochen, manchmal auch etwas früher, brechen zunächst die Milchzähne im Unterkiefer durch. Mit Ende der sechtsen Woche ist das Milchgebiss vollständig ausgebildet.

Es besteht im Ober- und Unterkiefer links und rechts jeweils aus 3 Schneidezähnen, 1 Fangzahn und 3 Prämolaren.

Der vorletzte vordere Backenzahn des Oberkiefers und der letzte vordere Backenzahn im Unterkiefer arbeiten zusammen und bilden die Reißzähne.

Milchzähne sind graziler und spitzer geformt als die bleibenden Zähne und häufig leicht bläulich.
Jeder Zahn besteht aus Zahnkrone, Zahnwurzel und Zahnhöhle.

Das Milchgebiss hat insgesamt 28 Zähne, es fehlen hier Prämolaren 1 (4 Stück) und die Molaren (10 Stück), die nur einmal für das bleibende Gebiss heranwachsen.


Zahnwechsel:


Der Zahnwechsel ist ein komplizierter Vorgang, der nicht schmerzfrei ist.

Da auch die Milchzähne vollständig ausgebildete und –besonders am Fangzahn– lange Wurzeln besitzen, müssen diese durch den Druck der nachwachsenden Zahnkeime der zweiten Bezahnung resorbiert werden, das heißt aufgelöst werden.

Der Milchzahnwechsel kann durch spielerische Massage des Gebisses, z. B. durch Zerrenlassen an Tüchern, Knabbern an Kauknochen positiv gefördert werden.

Für den Zahnwechsel gelten folgende ungefähre Daten:

* bis dritte Woche = zahnlos
* ab sechste Woche = vollständiges Milchgebiss
* ab dritten Monat = Beginn des Schneidezahnwechsels
* ab sechsten Monat = vollständiges Dauergebiss


-
Bisstellungen des Hundes:

Bei den verschiedenen Hunderassen kann man häufig Gebissfehler feststellen.

Das normale Hundegebiss nennt man Scherengebiss, bei dem die Zähne des Oberkiefers
(außer bei den hinteren Backenzähnen) über die Außenflächen der unteren Zahnreihen greifen z. B. bei Schäferhund, Dobermann, Berner Sennenhund oder Deutsch Drahthaar.

Bei dem Zangengebiss stoßen die Schneidezähne aufeinander z. B. beim Bullterrier.

Durch die Zucht sind bei manchen Rassen Vorbiss und Unterbiss entstanden.

Bei dem Vorbiss greifen die unteren Schneidezähne vor die oberen. bei dem Unterbiss kommen die unteren Schneidezähne weit hinter den oberen zu liegen und berühren teilweise den Gaumen.

-------

------------------------------


Okklusion:

Als Okklusion bezeichnet man die korrekte Stellung von Ober- und Unterkiefer sowie dessen Zähne.

Die wichtigsten Punkte zur Ueberprüfung sind:

(1) das Scherengebiss (Oberkieferincisivi stehen vor Unterkieferincisivi),

(2) Interdigitation der Canini (Unterkiefercaninus passt genau zwischen letzten Oberkieferincisivus und Oberkiefercaninus),

(3) alternierende Prämolarenabfolge (die Spitzen der Prämolaren passen genau in den gegenüberliegenden Zwischenzahnraum) und

(4) Oberkiefer ist breiter als Unterkiefer (Oberkiefermolaren gleiten auf der Innenseite an den Unterkiefermolaren aussen vorbei).




Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1994 ~ 2012 by magic-spirit.de Ralf Tholen.
Jeder Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Vervielfältigungen jeder Art sind ohne Zustimmung des Verfassers
grundsätzlich
untersagt.

Impressum