Parasitäre Erkrankungen ~ Infektionen
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Index Schnellsuche
Hepatitis contagiosa canis (H) Kokzidien Körpertemperatur
Parvovirose (P) Giardien Gliederfüßler
Parainfluenza (Zwingerhusten) (Pi) Toxoplasmen Milben
Leptospirose (L) Eingeweidewürmer Zecken
Tollwut (T) Plattwürmer Läuse
  Rundwürmer Haarlinge
Impfplan Spulwürmer Flöhe

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Hundeinfektionen:

Hundeinfektionen der fast vergessenen Art tauchen wieder auf.
Vornehmlich durch verantwortungslose "Züchter" aus osteuropäischen Ländern,
aber auch in Tierheimen gedeiht die Staupe wieder.

Neue Infektionen wie Parvovirose oder Gardia Lamblia nisten sich bei Hunden ein.

Die letztere Infektion, bislang nur in den Tropen bekannt, verbreitet sich am besten auf Hundeplätzen aller Sorten.
Schon deshalb muss Kot sofort entsorgt werden. 13 Infektionskrankheiten sind derzeit bekannt.
Gegen die wichtigsten acht kann schutzgeimpft werden.

Hier in grundlegenden Beschreibungen die Erkrankungen, gegen die relativ zuverlässig geimpft werden kann.
Oft befinden sich in einer Spritze Impfstoffe gegen mehrere Erreger, gegen die der Hund zur gleichen Zeit geschützt wird.
Hundehalter sollten in jedem Fall Injektionen und Zeitpunkt mit ihrem Tierarzt/ihrer Tierärztin absprechen.


Hinter den folgenden Infektionen steht eine Abkürzung, die auch im Impfpass abzulesen ist.


Staupe(S):

Eine hochansteckende und neuerdings wieder verstärkt auftretende,
meist durch so genannte "Ost-Importe" oder Mitnahmen aus südlichen Urlaubsländern eingeschleppte Virusinfektion.
Auch Marder, Frettchen oder Nerze erkranken daran, wie auch in einer anderen Form Seehunde.

Infizierte Tiere scheiden Viren mit allen Körperflüssigkeiten aus und stecken damit andere Hunde an. Innerhalb einer Woche nach der Ansteckung bekommen die Hunde Fieber, bevor die eigentliche Krankheit ausbricht.
Und das kann schnell und vehement vor sich gehen.

Drei unterschiedliche, aber auch kombinierte Symptome treten dabei auf:

Die Nervenform etwa durch Lähmungen, Bewegungs-, Gleichgewichtsstörungen oder auch Verhaltensänderungen.
Die Darmform mit mehr oder weniger intensivem Durchfall.

Die Lungenform durch schlichtes Husten bis zur Lungenentzündung.
Die Stärke der Erkrankung ist sehr unterschiedlich schon durch die schnelle Erkennung behandelbar,
viele Tierärzte kannten bis vor kurzem die ausgestorben geglaubte Staupe gar nicht mehr und kann bleibende Schäden hinterlassen:
an den Zähnen (vorzeitiger Verfall), den Fussballen (zum Beispiel Hard-Pad-Syndrom und Rissigkeiten).

Staupe kann tödlich sein.




Hepatitis contagiosa canis (H):

Eine durch Vireninfektion hervorgerufene, ansteckende Leberentzündung, die speziell Hunde,
aber auch Füchse befallen kann.
Füchse bekommen eine Gehirnentzündung.
Hunde infizieren sich meist durch Kontakt mit anderen Hunden oder an deren Urin, Kot und Speichel.

Einige Tage nach der Ansteckung zeigt sich Müdigkeit, verstärkter Durst bei vermindertem Appetit. Dadurch treten Bauchschmerzen auf, die durch einen gekrümmten Rücken oder durch eine ausnehmend starke Berührungsempfindlichkeit hinter dem Rippenbogen deutlich werden können.
Auch Erbrechen, Durchfall und Bindehautentzündung sind Symptome, Krämpfe seltener.

Vor allem bei Welpen verläuft die Hepatitis oft tödlich.
Je älter die Tiere werden, desto glimpflicher kann die Erkrankung verlaufen. Eine Folge kann das so genannte "blue eye"-Auge sein, eine Hornhauttrübung, durch die das Auge undurchsichtig wird und wie ein Glasauge erscheint.



Parvovirose (P):

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Auch Katzenseuche genannt.
Eine sehr ernsthafte Virus-Infektion. Parvo-Viren befallen vor allem die Dünndarmzellen.

Befallene Zellen werden zerstört.

Folge ist ein starker, oft blutiger Durchfall, meist kombiniert mit Erbrechen.

Bei Welpen in den ersten zwei Lebenswochen werden eher die Herzzellen angegriffen.
Hier stehen Herzfehler im Vordergrund.

Die Erkrankung endet in beiden Fällen oft tödlich.


Das grösste Problem bei der Parvovirose ist die monate bis jahrelange Überlebensfähigkeit der Viren in der Umgebung.
Die meisten Desinfektionsmittel, Hitze und Kältebehandlungen sind wirkungslos, so dass die Erreger mit besonderen Massnahmen bekämpft werden müssen.

Eine Ansteckung kann wegen der starken Widerstandsfähigkeit direkt über Artgenossen erfolgen,
aber auch durch eine infizierte Umgebung.

Katzen haben prinzipiell die gleiche Erkrankung.
Die entsprechenden Katzenviren sind jedoch für Hunde nicht gefährlich.



Parainfluenza (Zwingerhusten) (Pi):

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Wird durch die gleichlautenden Viren verursacht.
Die Erkrankung setzt sich in den Luftwegen der Hunde fest und führt meist zu einem trockenen,
heftigen Husten, der fast bellend klingt.

Dieser gehört in den Komplex des Zwingerhustens.

Der Zwingerhusten ist eine Erkrankung, die durch unterschiedlichste Viren oder Bakterien,
meist mehrere gemeinsam, ausgelöst werden kann.

Der Zwingerhusten tritt meist auf, wenn viele Hunde auf engem Raum Kontakt haben (Hundeschulen, Hundesportplätze, Agility, Hundepension, Tierheim) und eine Mischung der unterschiedlichsten Keime aller Hunde stattfindet.



Leptospirose (L):

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Diese Erkrankung wird durch Leptospiren Bakterien ausgelöst.
Ansteckung durch Urin infizierter Hunde, aber auch über Ratten an Tümpeln, Seen oder feuchten Böden.

Die Leptospirose kann Nieren und Leberschäden hervorrufen.
Infizierte Tiere können monate bis jahrelang hin und wieder Leptospiren über den Urin ausscheiden.

Diese Bakterien können auch andere Tiere und Menschen befallen!

Der Hund ist aber besonders anfällig für diese Erkrankung.



Tollwut (T):

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Alle Säugetiere und Vögel, auch Menschen sind durch diese bekannte Erkrankung gefährdet.

Sie entzündet vor allem das Gehirn.

Übertragen wird Tollwut (engl. Rabies) meist mit dem Speichel durch den Biss.

Von der Bissstelle aus wandern die Viren an den Nerven entlang Richtung Rückenmark und anschliessend zum Gehirn, von dort aus zu den Speicheldrüsen, von denen aus das Unheil weiter übertragen werden kann.

Während der Erkrankung durchlaufen die Tiere drei mehr oder weniger ausgeprägte Phasen,
die von Verhaltensänderung (wilde Tiere werden zutraulich) über Aggressivität zur Depression mit Lähmungen verschiedener Muskeln gehen.

Die Erkrankung endet meist mit dem Tod. Es gibt jedoch auch atypische mildere Formen der Erkrankung vor.
Sind die Tiere erst einmal erkrankt, ist deren Behandlung gesetzlich verboten, sogar bei nur Verdacht auf Tollwut sind die Tiere zu töten.

Es sei denn, man kann eine gültige Schutzimpfung nachweisen, die nicht länger als zwölf Monate zurückliegt (Tollwut-Verordnung).



Impfplan:

ca. 6-8 Wochen Parvovirose, Zwingerhusten.
8-10 Wochen Staupe, Hepatitis, Leptospirose.
10-12 Wochen Parvovirose, Zwingerhusten.
12-14 Wochen Staupe, Hepatitis, Leptospirose,
Tollwutjährliche Wiederholung

(Achtfachimpfung bis fünf Jahre)
Staupe, Hepatitis, zweierlei Formen von Leptospirose, zweifache Parvovirose, Zwingerhusten,
Tollwut Im höheren Alter reicht die Dreifachimpfung.






Parasitäre Erkrankungen werden durch Parasiten verursacht .
Parasiten sind hoch entwickelte Lebewesen die als Schmarotzer auf einen Wirtsorganismus angewiesen sind.
Sie Schädigen diesen Wirt mehr oder weniger!

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Parasiten (Schmarotzer) werden entsprechend ihrer Art eingeteilt in:
Einzellige Parasiten:

Eingeweidewürmer:
> Plattwürmer
>Rundwürmer

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Gliederfüßler:
> Spinnentiere
>Insekten

Nach dem Sitz der Parasiten (Schmarotzer) am oder im Wirt, wird unterschieden in:

Innere Parasiten:
>Einzeller
> Würmer


Äußere Parasiten:
>Spinnentiere wie Milben und Zecken
>Insekten wie Läuse und Flöhe.

Einzellige Parasiten:
Einzellige Parasiten sind mikroskopisch klein und bestehen aus nur einer Zelle. In unserer Klimazone kommen beim Hund vorrangig Kokzidien und Toxoplasmen vor.



Kokzidien:

Kokzidien sind Einzeller:
Die über infizierte Nahrung und kotverschmutzte Gegenstände vom Hund aufgenommen werden.

Sie befallen die Dünndarmschleimhaut:

Erscheinungen:

Entzündungen der Darmschleimhaut mit teilweise schleimig/ blutigem Durchfall; Appetitmangel; Abmagerung
und Schwäche durch Blut- und Flüssigkeitsverlust; erhöhte Körpertemperatur.

Es können aber auch leichte Infektionen auftreten die ohne o. a. Krankheitserscheinungen verlaufen.

Im folgenden Abschnitt soll nun aber ein Parasit besprochen werden, welcher sowohl im Darm des Hundes und der Katze, als auch des Menschen vorkommt.



Giardien: Durchfallerreger.

Es handelt sich um Giardia Canis, auch "Lamblien" genannt.

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Die Giardien besitzen eine Art Saugnapf mit welchem sie sich an der Darmwand ihres Wirtes festhalten können.
Deutlich sichtbar sind die bleibenden Abdrücke im Darm, wenn sich die Giardien wieder ablösen.
Die Form der Giardien erinnert leicht an eine Birne.

Die zwei "Augen" sind in Wirklichkeit Zellkerne mit den Erbinformationen.

Der Parasit hat einige Berühmtheit als Durchfallverursacher.

Im Darm kann es dann zu einer starken Vermehrung der Giardien kommen, was zu einer Schädigung der Darmschleimhaut und damit zu Durchfall führt.

Mit dem Stuhl werden grosse Mengen der Parasiten wieder in die Umwelt ausgeschieden, so dass in Gebieten mit schlechten hygienischen Verhältnissen das Ansteckungsrisiko recht gross ist.

In einzelnen Regionen sind bis zu 20% der Hunde mit Giardien befallen und scheiden diese auch mit dem Kot aus.

Diese Stadien bleiben an Pflanzen und Gegenständen hängen oder können ins Wasser gelangen.

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Inwiefern der Hund eine Ansteckungsquelle für den Menschen darstellt, ist noch nicht ganz geklärt.

Die Möglichkeit einer Übertragung besteht ganz sicher, jedoch scheint die Ansteckung von Mensch zu Mensch und von Hund zu Hund weit häufiger aufzutreten.

Interessant ist, dass bei den meisten Individuen die Giardien nach kurzer Zeit von selbst wieder verschwinden.

Es gibt jedoch verschiedentlich Patienten (Hunde und Menschen), welche diese Parasiten nicht zu eliminieren vermögen.

Bei Hunden sollte ein hartnäckiger Durchfall, eventuell verbunden mit Erbrechen, der Auslöser für eine Abklärung auf Giardien sein.

Für den Nachweis dieser Parasiten benötigt der Tierarzt oder die Tierärztin ein haselnussgrosses Stück Kot, welches in eine spezielle Fixierlösung gelegt wird.

Um die Parasiten im Mikroskop finden zu können, muss zusätzlich ein Anreicherungsverfahren durchgeführt werden.

Diese Methode ist recht empfindlich, kann also bereits kleine Mengen des Parasiten nachweisen.

In der Humanmedizin werden jedoch häufig auch Proben direkt aus dem Dünndarm entnommen, oder es wird versucht, Stoffwechselprodukte der Giardien im Stuhl nachzuweisen.

Beide Methoden sind sehr empfindlich, werden aber in der Veterinärmedizin aufgrund des grösseren Aufwandes und der hohen Kosten nur selten durchgeführt.




Toxoplasmen:

Toxoplasmen sind Einzeller:

Die meist durch den Verzehr von rohem Fleisch aufgenommen werden.
Der Hund kommt als Ansteckungsquelle kaum in Betracht.

Erscheinungen:

>Fieber;
>Abmagerung;
>Lungenentzündung;
>Lymphknotenschwellungen;
> Bindehautentzündung;
>Verdauungsstörungen;
>Leber- und Milzschwellungen;



Eingeweidewürmer:

Die Würmer spielen eine wesentlich größere Rolle unter den parasitären Erkrankungen der Hunde als die Einzeller, weil sie viel häufiger auftreten

Am meisten verbreitet sind:

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Plattwürmer:

>Hundeflohbandwurm
>Rinder-/Schweinebandwurm
Die Bandwürmer durchlaufen einen Lebenskreis in verschiedenen Stadien und komplizierten Übertragungswegen.
Immer ist ein Zwischenwirt erforderlich.

Zwischenwirte können z.B. sein:

Hase/Kaninchen~ Bandwurm
Fisch ~ Bandwurm
Schwein ~ Bandwurm
Rind ~ Bandwurm
Schaf ~ Bandwurm
Floh~ Hunde(floh)bandwurm

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Der Zyklus:

Er beginnt mit der Ausscheidung der Bandwurmglieder aus dem After des Hundes. In ihnen sind die reifen Eier enthalten, die von dem entsprechenden Zwischenwirt aufgenommen werden.

Im Zwischenwirt entwickeln sich aus den Bandwurmeiern die Finnen als Zwischenstadium.

Die sich im Zwischenwirt in Organen und Geweben festsetzt.

Die Finne gelangt dann in den Endwirt, (Hund), In dem dieser den Zwischenwirt ganz (Floh) oder befallene Teile des Zwischenwirtes (Schlachtnebenprodukte), aufnimmt.


Ausgeschlossen werden kann:

Durch eine ordnungsgemäße amtliche Fleischbeschau die Verfütterung von finnenhaltigen Tierteilen.

Bei unseren Hunden ist fast nur noch der Hunde(floh)bandwurm verbreitet, der ausschließlich über den Floh übertragen wird.


Der Prozess:

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Im Darm des Hundes als Endwirt wird die Finnenblase durch die Verdauungssäfte aufgelöst und dadurch der ausgereifte Bandwurmkopf freigesetzt. In ausgewach-senem Stadium entzieht er dem Darm Nährstoffe. Gleichzeitig scheidet er über diesen Weg ständig Stoffwechselprodukte aus. Die giftig für den Wirtsorganismus sind.

Die reifen Endglieder enthalten die Eier. Sie gelangen über den Kot wieder an die Außenwelt, worauf ein neuer Bandwurmzyklus beginnen kann.

Beim Hunde(floh)bandwurm können sie aktiv aus dem After auswandern.

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Erscheinungen:

Abmagerung; glanzloses, stumpfes Haarkleid; Juckreiz, Ekzeme; vermehrter Haarausfall; Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall; Schlittenfahren auf der Hinterhand.

Das Schlittenfahren wird ausgelöst durch den Juckreiz vom aktiv aus dem After auswandernden reifen Hunde(floh)bandwurmes.

Diese Endglieder können sich bewegen, sind etwa 2 bis 3 cm groß, abgeplattet und von weißlicher Farbe.

Behandlung:


Nachweis über Kotuntersuchung (Tierarzt). Die Behandlung erfolgt gegebenen falls über ihn.

Da der Floh der Zwischenwirt des häufigsten Bandwurmes beim Hund ist, muss der Hund zusätzlich auch entfloht werden.
Ebenso das Lager des Hundes entsprechend behandelt werden.



Rundwürmer:

> Lungenwürmer:
> Peitschenwürmer:
> Hakenwürmer:
>Spulwürmer:

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Wobei die beiden letzteren am häufigsten vorkommen.

Erscheinungen:
(Lungenwürmer)
>Bronchitis/ rasselnde Atmung, Husten, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall.

Erscheinungen:
(Peitschenwürmer)
>Abmagerung, Blutarmut, blutiger Durchfall, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall.

Erscheinungen:
(Hakenwürmer)
>Blutarmut, Eisenmangel, blutige Durchfälle, Abmagerung, struppiges Fell, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall.

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Spulwürmer:

Sie sind die häufigsten Darmparasiten des Hundes und befallen in erster Linie Jungtiere. Sie beeinträch-tigen den Hund durch Nahrungsentzug, giftige Stoffwechselprodukte, Schädigung der Leber der Luge und des Darmgewebes.

Aufnahme über die Zunge und schlucken.

Im Hundemagen schlüpfen die Larven aus den Wurmeiern.

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Erscheinungen:
> Verdauungsstörungen, wechselhafter Appetit, Abmagerung, stumpfes Fell,

Erbrechen von Würmern, Koliken, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall.

Merke:

Wurmbefall bedarf stets der Einschaltung eines Tierarztes, ggf. sind Kotuntersuchungen durchzuführen.



Entwurmen:

Grundsätzlich sollten nur gesunde und parasitenfreie Tiere geimpft werden.
Nur so ist mit genügend Abwehrstoffen zu rechnen.
Alle Impfungen sind ein nur fast perfekter Schutz.
Sie wirken nur, wenn bei erwachsenen Hunden mindestens alle sechs Monate eine Wurmkur
(gegen Band, Spul und Fuchsbandwürmer) durchgeführt wurde.

Dazu misst man das Gewicht des Hundes und stimmt darauf die Dosis ab
(Regel: eine ganze Tablette pro Zehnkilo).

Der Hund muss natürlich fieberfrei sein.

Die Wirkung:
er wird wahrscheinlich etwas Durchfall haben.

Welpen oder Junghunde sollten wegen des erhöhten Schnupperns an fremdem Kot und
durch mehr Sozialkontakte zu anderen Hunden alle zwei Monate entwurmt werden.

Eine Probe (es reicht eine Probe) des ausgedufteten Inhalts übergeben den
Sie per Plastiktüte oder Kotprobe-Röhrchens dem Tierarzt/der Tierärztin,
der auf Wurmbefall analysieren lässt.

Die übelsten Wurmstätten sind nicht so sehr Wald und Flur, sondern Hundeplätze und vor allem die leidigen "freien" Klos in den Städten.


Körpertemperatur:

Die normale Körpertemperatur beträgt bei kleinwüchsigen Hunden 38,5 bis 39,0 Grad,
bei grosswüchsigen ist sie etwas niedriger
(wie auch generell bei älteren Hunden): 37,5 bis 38,5 Grad.

Ausläufe (Garten) sind gut zu reinigen.

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Gliederfüßler:

Milben und Zecken (Spinnentiere)

Läuse und Flöhen (Insekten)



Milben:

Beim Hund treten in erster Linie Räude- Ohr- und Haarbalgmilben auf.

Räudemilben
> Knötchen, Pusteln, Krusten, Haarausfall mit Juckreiz.

Ohrmilben
> Juckreiz im Gehörgang, schwarze/ bröckelige Absonderung.

Haarbalgmilben
> Haarwurzelentzündung, großflächiger Haarausfall, eitrige Ekzeme, selten mit Juckreiz.



Zecken:

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Sie werden im Volksmund auch Ginster- Hecken- oder Holzböcke genannt.

Zecken erzeugen vorrangig Juckreiz, ein in der Haut verankerter Kopf führt in manchen fällen zu eiternden Hautenzündungen.

Es ist gleichgültig ob wir mit oder gegen den Uhrzeigersinn die Drehbewegung durchführen.




Läuse:

Sie leben und entwickeln sich im Fell des Wirtes und ernähren sich von dessen Blut.

Läuse erzeugen Juckreiz (durch Blutsaugen), Haarausfall und Ekzeme.



Haarlinge:

Sie sind sehr selten, leben und entwickeln sich im Fell des Wirtstieres und ernähren sich von den Absonderungen der Haut.

Haarlinge erzeugen Juckreiz (durch Herumkriechen auf der Haut).



Flöhe:

Sie leben im Haarkleid und zeitweise auf der Lagerstätte des Wirtstieres. Sie ernähren sich durch Blutsaugen.

Flöhe legen ihre Eier in das Lager des Wirtes (Hund), in Bodenfugen und Ritzen.

Sie sind Zwischenwirte von Bandwürmern.

Erscheinungen:
Heftiger Juckreiz, ständiges Kratzen, Ekzembildung.

Behandlung:
> Fell und Lagerstätte mit Flohpuder einstäuben; ggf. von einem Tierarzt eine Wurmkur durchführen lassen.

Merke:

Tägliche Pflege, ausgeglichene Ernährung und Hygiene im Auslauf und der Lagerstätte sind die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen gegen Parasitenbefall und gegen Erkrankungen durch Parasiten.



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